Samstag, 16. November 2013

Noch nicht Winter und schon Untermieter

Vor einer Woche wurden sie entdeckt, der oder die Mitbewohner. Anhand einer Kartoffel. Beim Versuch sie zu schälen wurde festgestellt: die ist hohl. Obwohl sie in einer Schüssel lag war sie ausgehöhlt, von unten. Die Höhlung zeigte auch wer es war: ein Nagetier. Ein schlaues Nagetier, von oben war absolut nichts zu sehen. Für ein Mäuschen jedenfalls schienen die Zahnabdrücke entschieden zu groß. Also wohl doch wieder die allwinterlich wiederkehrenden Mitbewohner - Ratten. Irgendwo finden sie ein kleines Schlupfloch, um unters Dach zu kommen und von dort dann in die Garage und ins Haus. Diesmal in die Vorratskammer. Na klar, wohin auch sonst. Außer Kartoffel hat sie oder haben sie auch noch Zwieback gefressen. Alles andere ist schon in gut verschließbaren Plastikbehältern verstaut. Aber gegen Ratten muss man was tun. Die Katzen zeigten sich nicht interessiert, schnupperten mal kurz rum und verschwanden wieder an ihren Futternapf. Also Fallen. Drei Stück haben wir aufgestellt, gespickt mit Hundefutterpellets, Zwieback- und Apfelstückchen. Alles was vor und neben den Fallen lag war weggefuttert, aber die Fallen wurden nicht angerührt. Alle  leer. Ratten sind ja schließlich nicht blöd. Also List und Tücke. Täglich neue Futterhäppchen vor und auf und neben die Fallen, täglich ein Stückchen näher ran. Und mit Erfolg. Eine war endlich mal so verfressen, dass sie der Spur des Futters folgte und in die Falle marschierte. Sie hatte Glück, es war eine Lebendfalle. (Das Foto ist nicht mehr ganz frisch, hatten wir schon mal. Aber wer will schon dauernd Ratten fotografieren.)

Sie wurde einige Kilometer entfernt vom Dorf ausgesetzt. Die Freude war groß, die Vorratskammer wurde nun wieder mit weniger Vorsicht (von unserer Seite) betreten. Für alle Fälle aber trotzdem ein paar Hundepellets auf den Boden. Mit Erfolg, am nächsten Morgen waren sie weggefuttert. Also erneut Fallen mit Futterhäppchen spicken, damit sie wie ganz harmlose Futterstellen aussehen. Und mit etwas Geduld auch diemal mit Erfolg. Gestern Abend ging die zweite Ratte in die Falle. Sie hatte allerdings Pech - diesmal war es eine Totschlagfalle. Und jetzt also erst mal wieder Ruhe, hoffentlich. Falls es nicht ein Pärchen war, das uns ihre halbwüchsigen Jungen hinterlassen hat.

Sonntag, 10. November 2013

Grüsse aus dem Novembergarten

Schnell mal die noch warme Novembersonne genießen bei einem Glas Wein auf der neuen Rentnerbank. Noch war auch das Mittagessen noch draußen angesagt - doch ab Mittwoch soll es regnen und auch kälter werden. Dann ist wieder heizen angesagt.
Aber bis dahin: Prost oder Na sdrave (zur Gesundheit) noch im Freien. Beim Fototermin wollten Leo und Blacky auch nicht fehlen. Und da wir gerade im Garten sind, hier auch noch ein paar Fotos von den letzten Blüten und Früchten. Die scharfen Chilis wollen gar nicht aufhören zu blühen und zu fruchten und auch die Rosen haben noch mal jede Menge Blüten angesetzt. Und nun hat auch der letzte Kaktus geblüht, allerdings schon zum zweiten Mal in diesem Jahr. Am Nachmittag haben wir dann alle Kakteen in den Keller gesperrt - Winterruhe ist jetzt angesagt.
Herbstzeit ist hier ja eigentlich auch Fischzeit. Aber in diesem Jahr machen sich die Fische rar, auch wenn ich in den vergangenen Tagen immer mal wieder Delphine vor unserer Küste gesehen haben. Und die kommen ja nur, wenn auch Fische da sind. Aber die Fischerboote bringen immer nur kleine Fische mit, die großen, die Palamuds, ließen sich bis jetzt nicht blicken. Das liegt, sagte eine Bekannte, nur an den Delphinen. Die Fischer dürfen sie nicht mehr abschießen, und nun fressen sie den ganzen Fisch und die Fischer gehen leer aus. Heilige Einfalt, kein Gedanke an Überfischung und starke Verschmutzung des Meeres, was alles ja wohl auch zur Dezimierung der Fischbestände beiträgt.
Wer oder was auch immer schuld sein mag - werden wir halt keine Fische räuchern in diesem Herbst. Oder vielleicht kaufen wir auch Makrelen.