Dienstag, 24. Dezember 2013

Frohes Fest und nur Gutes für das neue Jahr

Schon wieder Weihnachten - wer hätte das gedacht. Ruckzuck ist das Jahr um. Draußen scheint die Sonne, bei 16 Grad plus ist es irgendwie gar nicht  weihnachtlich. Was nicht heißt dass wir es uns nicht doch gemütlich machen. Heute Abend mit Denkas Familie und den traditionellen sieben vegetarischen Gerichten.
Für alle die vegetarisch nicht wirklich lieben gibt es von uns als deutsche Zutat Kartoffelsalat mit Würstchen. Soll ja auch für uns wie Weihnachten sein. Und morgen dann die Gans, erstmals eine bulgarische. Bisher will und will sie nicht weich werden. Aber es sind ja noch etliche Stunden bis zum Festmahl, wird schon werden. Für alle  Fälle sind auch noch Rouladen eingefroren, die passen auch prima zu Rotkohl und Klößen. Nur Jo würde wirklich jammern - Weihnachten ohne Gans, das ist wie Schwarzes Meer ohne Wasser.
Aber nun wünschen wir allen Lesern unserer Seite ein schönes Weihnachtsfest, ob mit oder ohne Gans.

Auf jeden Fall gehören schöne Früchte zum Fest, und bei uns hier sind das auch wunderschöne Granatäpfel aus dem eigenen Garten. Und für die sicher noch kommenden düsteren Wintertage  ein sommerlich-sonniges Foto mit den allerbesten Wünschen fürs neue Jahr.

Montag, 16. Dezember 2013

Nicht nur schönes in der Vorweihnachtszeit

Diesen dritten Advent hatten wir uns schon ein wenig anders vorgestellt. Anfang der Woche hatte es ein wenig geschneit, angemessen kalt war es auch. Also auf zu einem kleinen Weihnachtsmarkt mit Würstchen und Glühwein in Burgas. Aber erst mal gemeinsam mit Regine und Wolfgang zum Flughafen. Dort war gerade das neugebaute Flughafenterminal feierlich eröffnet worden. Als wir zum Besichtigen kamen war es allerdings schon wieder geschlossen. Hatte uns auch gewundert, die Eröffnung kurz vor Weihnachten. Wo doch im Winter der Flughafen Burgas so ziemlich stillgelegt ist. Richtig eröffnet, so erfuhren wir, wird dann wohl im Frühjahr. Bis dahin werden die Parkplätze fertig gebaut, und die gesamte Anlage kann ausgiebig getestet werden. Na, mal sehen ob hier alles besser funktioniert als in Berlin. Es waren übrigens auch deutsche Firmen am Bau beteiligt und der Flughafen gehört zu Fraport.
Diesmal schmückt ein Mistelzweig das Haus
Also weiter voller Vorfreude auf eine leckeren Glühwein  an der Einkaufspassage Galeria. Kein Glühwein aus bulgarischem Rotwein, und auch keine von den wohlschmeckenden gebratenen bulgarischen Würsten wie im Vorjahr. Von den dürftigen drei Weihnachtsbuden nur eine geöffnet, und an der gab es traditionelle Kebabtschi und kalten Wein. Dann wenigstens noch ein kleiner Bummel durch die weihnachtlich geschmückte Einkaufspassage.
Die schlechteste Nachricht hat uns allerdings in Varvara erreicht. Wieder ist ein Pferd getötet worden, aber wenigstens diesmal keines von uns. Es war eine ganz junge Stute, nicht mal ein Jahr alt. Erschossen und ausgeschlachtet dicht beim Dorf. Das eigenartige Zusammentreffen: Wie schon unser Pferd im Vorjahr so ist auch das in diesem Jahr genau zu der Zeit getötet worden da italienische Jäger im Dorf sind. Von denen hatte schon mal einer Zigeunerin aus dem Dorf ein Angebot gemacht: 300 Leva wenn er ihr Pferd schießen kann. Vielleicht ist das alles aber auch nur ein zufälliges Zusammentreffen.
Auf jeden Fall wird ab sofort unser Pferd Alaska nachts wieder im Stall zwischengeparkt. In den hat er sich auch anstandslos wieder führen lassen und auch sofort sein Heunetz gefunden. Da werden wir also nun den Winter über sehr früh von ungeduldigem Wiehern von einem hungrigen Pferd geweckt werden.


Sonntag, 8. Dezember 2013

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt...

Nein, auch bei uns brennen heute schon zwei große Kerzen und mehrere kleine Lichtlein. Und es gab Dominosteine und Spekulatius zum Kaffee. Die Stolle (oder der Stollen?) wird noch geschont. Damit Weihnachten noch was da ist.
Übrigens wird es auch hier langsam weihnachtlich. Selbst wenn die Sonne so schön scheint wie in den letzten Tagen, um draußen Kaffee zu trinken ist es nun tatsächlich zu kalt. Ein Wetterbericht hat für die kommende Woche auch für die Schwarzmeergegend leichte Schneefälle vorausgesagt. Der zweite, einheimische  Wetterdienst hat diese Drohung aber schon wieder zurückgenommen. Mal sehen wer recht behält.
 Den ersten Schnee haben wir ja bereits gesehen vor wenigen Tagen. Oder besser ein paar kleine verharschte Häufchen, der Rest war schon weggeschmolzen. Wir haben mal wieder eines der vielen bulgarischen Thermalbäder getestet. Diesmal hatten wir gemeinsam mit Regine und Wolfgang das Mineralbad von Stara Zagora ausgewählt. Der komplette Name: Starozagorska mineralna banja. Dort gibt es eine Reihe von Hotels, die meisten mit vielfältigen Spa- und Wellnessangeboten. Vor allem aber mit warmem Thermalwasser. Hotel war sehr schön, hier hatte es uns vor allem die Gastronomie angetan. Die gastronomischen Angebote waren vom Feinsten, so gut haben wir in Bulgarien noch nie gegessen. Da fiel es schon kaum noch ins Gewicht dass das Thermalwasser im Schwimmbassin leider nicht so warm wie erhofft war. Das wirklich warme Wasser gab es dann im Nachbarhotel samt einer beeindruckenden Saunalandschaft. Daneben dann noch schöne Spaziergänge durch die hügelige Landschaft am Fuße des Sredna Gora-Gebirges und ein Bummel durch die Stadt Stara Zagora, die sich als schöner erwies als vermutet: Ein beeindruckendes Opernhaus und gut gestaltete Ausgrabungen aus thrakischer und römischer Zeit erwarten den Besucher.
Für uns steht fest: Da fahren wir mit Sicherheit wieder mal hin. Wegen des warmen Wassers, des guten Essens und der alten Steine.

Bei der Rückkehr nach Varvara erwartete uns dann der Nikolaustag mit seinen hier so ganz ungewohnten Bräuchen: den Segnungen der Kirche für Gewässer, Boote, Fischer und Seeleute. Und dem großen Fischessen am Abend in den Familien.
Und hier noch ein Tipp für all die Leser unseres Blogs, die vielleicht etwas mehr über Bulgarien erfahren wollen und noch ein Weihnachtsgeschenk suchen. In diesem Jahr ist ein interessantes Buch über Bulgarien erschienen, das zahlreiche Fotos  (alle Fotos schwarz/weiss) und Geschichten über das nicht immer einfache Leben hier im Land zeigt und erzählt: "Wo Orpheus begraben liegt" von Christian Muhrbeck( Fotos) und  Ilija Trojanow (Text), erschienen im Hanser-Literaturverlag.