Samstag, 21. Juni 2014

Unwetter in Bulgarien

Eine ziemich deutliche Sprache, die zumindest einige bulgarische Medien nach dem Unwetter im Nordosten des Landes sprechen. Hier wird mal sehr direkt gesagt, was nicht die Ursachen für die Unwetter, wohl aber für deren verheerende Folgen liegen. Hier kann man es nachlesen:
http://bnr.bg/de/post/100424951/die-rache-der-natur

Übrigens war das große Urlaubshotel, dessen Gäste evakuiert werden mussten, ganz offensichtlich vor allem eins: schnell und billig gebaut. Offenbar hatte es den Untergrund weggeschwemmt, so dass sich das Gebäude plötzlich schräg stand.

Freitag, 20. Juni 2014

Land unter im Nordosten Bulgariens

Erst mal die gute Nachricht: Wir sind vom Hochwasser nicht betroffen. Zwar hat es auch hier in den letzten Tagen reichlich gewittert und geregnet, aber bisher ist alles ordentlich versickert und abgeflossen.
Die russische Kirche in Schipka liegt hoch genug 

Anders in Varna und der Region rund um Veliko Tarnovo.

Dort hat es nach extremen Regenfällen in der Nacht zum Freitag heftige Überschwemmungen und Schlammlawinen gegeben. 12 Menschen sind in den Fluten umgekommen. Wir sind froh, wieder in Varvara zu sein. Denn am Mittwoch und Donnerstag waren wir ganz nah an der Region, die jetzt an vielen Orten überschwemmt ist.
Die Schwarzmeerküste ist aber auch betroffen von Überschwemmungen. Rund um Varna hat es teilweise Strände weggeschwemmt. Im Fernsehen waren Bilder zu sehen, wie Urlauber mit Hubschraubern aus  Hotels geholt wurden.Und hier im Süden, in Sozopol und Umgebung, hat es unter anderem Campingplätze überflutet. Und das zu Beginn der Urlaubssaison. Dieses Frühjahr und der Sommerbeginn sind schon sehr ungewöhnlich. Immer wieder Regen und zwischendurch mal wenige Tage sonnig. Dann wieder Regen, und jetzt seit mehr als einigen Wochen immer wieder heftige Gewitter.
Das Gute: Die Pflanzen im Garten wuchern nur so. Das Schlechte: der Wintervorrat an Heu für unser Pferd ist nach dem Mähen total vergammelt.
Die schönen Blüten schütteln den Regen einfach ab.
Trockenes Plätzchen auf dem Keramikbruder
Doch jetzt wieder zu den guten Nachrichten: Dank des Regens steht das Gras hüfthoch. Und ab Sonntag ist Sommer angesagt. Sonne pur und schön warm. Strandwetter ist angesagt. Wahrscheinlich werden wir aber auch dann wieder klagen, dass es doch viel zu warm ist :))) Aber dann kann auch endlich wieder Heu gemacht werden.

Donnerstag, 5. Juni 2014

Ein Kurban für die Gesundheit der Dorfbewohner

Einen Kurban hatten Frauen des Dorfes am 3. Juni für die Einwohner von Varvara organisiert. Kurban, das ist ein traditionelles Opfer, das zu einem bestimmten Anlass gebracht wird.
Der Anlass für Varvara war die Tatsache, dass es in diesem Winter im Dorf viele schwere Erkrankungen gegeben hat. Dafür waren Spenden im Dorf gesammelt worden.
Der  Kurban ist vermutlich eine uralte heidnische Tradition. Dafür wird ein Schaf zum Opfer gebracht, gekocht und von allem gemeinsam gegessen. Er sollte der Gesundheit und dem Wohlergehen der Dorfbewohner dienen. Und natürlich wirkt er nur, wenn der Pope das gemeinsame Mahl segnet.