Montag, 31. August 2015

Seltene Gäste zum Ende der Saison

Der August geht zu Ende, die Urlauber werden deutlich weniger. Auch bei uns sind Besucher eher selten geworden. Aber Überraschungen erlebt man immer wieder. Ein recht exotischer Besucher - Tui, Sängerin aus Neuseeland, die sich in Plovdiv mit traditioneller bulgarischer Musik vertraut macht, traf beim Rundgang durch unseren Garten auf einen weiteren exotischen Gast: eine Schildkröte.
Genauer eine griechische Landschildkröte, die in Bulgarien und auch hier in unserer Region noch recht häufig vorkommen. Aber in unserem Garten eher sehr selten. Das Exemplar war noch recht klein, der Panzer vielleicht 15 cm lang. Wir vermuten, dass sie im verwilderten Nachbargarten lebt und nur mal eben schauen wollte was bei uns so los ist. Aber neugieriger Hund und interessierte Katze - das war wohl nicht nach ihrem Geschmack und über Nacht ist sie wieder verschwunden. Doch wir freuen uns dass sie uns einen Besuch abgestattet hat.

Dienstag, 25. August 2015

Der Sommer ist noch lange nicht vorbei

Der heisse Sommer scheint vorbei zu sein - dachten wir am Wochenende. Ende vergangener Woche hatte es heftige Regenfälle gegeben. Uns hatten sie mitten im Balkangebirge auf dem Weg nach Trjavna erwischt. Auf einer Serpentinenstrecke, zeitweise sah man kaum noch die Hand vor Augen geschweige denn die nächste Kurve. Aber dank der guten Chauffeure  alles bestens bewältigt. Trjavna freilich bei Regen war nicht wirklich schön. Dafür war das Essen im von uns besuchten Lokal vom feinsten - nicht im entferntesten zu vergleichen mit der Massenabfertigung und entsprechender Zubereitung in vielen Lokalen hier an der Küste. Wir sind schon am Freitag wieder Richtung Meer gestartet. Bei schönstem Sonnenschein nachdem wir den Schipkapass überquert hatten. Der grössere Rest der Familie blieb in einem kleinen Bergdorf zurück - mitten in den dicken Wolken. Sicher auch Erholung nach heissen Strand- und Gartentagen.
 Der Sonnenschein blieb uns allerdings auch nicht lange erhalten. An der Schwarzmeerküste finster drohender Himmel. Unser Dorf empfing uns mit Regen, der die ganze Nacht anhalten sollte. Und der auch in der Nacht zuvor schon der Region gewaltige Wassermassen beschert hatte. Uns verwöhnt das Wetter seither mit angenehmen Nachttemperaturen. Alle Gartenpflanzen sehen sichtlich erholt aus. Am Tag knallt allerdings die Sonne schon wieder gewaltig herunter. Und in den nächsten Tagen soll auch die 30-Grad-Grenze wieder überschritten werden. Und vorerst keine Wolke mehr in Sicht. Dafür aber deutlich weniger Urlauber. Ende August geht die Urlaubssaison zum grossen Leidwesen der Vermieter dem Ende entgegen. Die Hochsaison mit zahlreichen Urlaubern und gut gebuchten Hotels und Ferienzimmern währt hier an der südlichen Schwarzmeerküste leider gerade mal fünf bis sechs Wochen, von Mitte Juli bis Ende August. Vorher und nachher kommen nur recht wenige Urlauber. Also nicht viel Zeit zum Geld verdienen.
Jetzt ist auch die Zeit da sich die Störche auf den langen Weg nach Süden machen. Vor wenigen Tagen hatten unsere drei Jungstörche nur mal kurz das Nest verlassen um das Fliegen zu üben. Seit gestern allerdings sind sie ganz verschwunden. Sicher bleiben sie noch einige Tage in der Region, schlagen sich die Bäuche voll, doch der endgültige Abflug steht bevor.
Verlassen haben uns auch unsere zwei Frösche. Mit dem vielen Regenwasser, das auch ihren kleinen Tümpel überflutet hat, sind sie auf und davon. Und haben uns ihre Brut hinterlassen. Kaulquappen in allen Grössen und Entwicklungsstadien. Mal sehen wann die so weit sind nicht den Abflug, aber zumindest den Absprung hinaus ins wahre Leben zu wagen.

Samstag, 8. August 2015

Vor dem Abflug

Nicht wir. Denn zur Zeit geben sich bei uns die Besucher förmlich die Klinke in die Hand. Seit Juni viel Zeit mit vielen Freunden verbracht, gut gegessen und reichlich getrunken, zahlreiche schöne und anregende Gespräche geführt. Und dabei rennt die Zeit. Das Dorf quillt derzeit förmlich über vor Urlaubern und ihren Autos.
Und dabei fast unbemerkt sind auch die Störche gross geworden. Gerade eben haben sie doch noch mühsam die wackelnden Köpfe über den Nestrand gestreckt um möglichst als erster gefüttert zu werden. Und jetzt stehen sie da und üben das Fliegen. Zumindest einer von ihnen. Die anderen hoffen wohl noch, dass ihnen auch weiterhin das Futter ins Nest getragen wird. In nicht allzu ferner Zeit werden sie aber wohl oder übel selber fliegen und Futter suchen und Muskeln aufbauen müssen für den Abflug gen Süden. Aber noch ist ja Sommer und die drei Jungstörche  posieren in ihrem Nest hoch oben auf dem Strommast für Urlaubsfotos.