Dienstag, 25. August 2015

Der Sommer ist noch lange nicht vorbei

Der heisse Sommer scheint vorbei zu sein - dachten wir am Wochenende. Ende vergangener Woche hatte es heftige Regenfälle gegeben. Uns hatten sie mitten im Balkangebirge auf dem Weg nach Trjavna erwischt. Auf einer Serpentinenstrecke, zeitweise sah man kaum noch die Hand vor Augen geschweige denn die nächste Kurve. Aber dank der guten Chauffeure  alles bestens bewältigt. Trjavna freilich bei Regen war nicht wirklich schön. Dafür war das Essen im von uns besuchten Lokal vom feinsten - nicht im entferntesten zu vergleichen mit der Massenabfertigung und entsprechender Zubereitung in vielen Lokalen hier an der Küste. Wir sind schon am Freitag wieder Richtung Meer gestartet. Bei schönstem Sonnenschein nachdem wir den Schipkapass überquert hatten. Der grössere Rest der Familie blieb in einem kleinen Bergdorf zurück - mitten in den dicken Wolken. Sicher auch Erholung nach heissen Strand- und Gartentagen.
 Der Sonnenschein blieb uns allerdings auch nicht lange erhalten. An der Schwarzmeerküste finster drohender Himmel. Unser Dorf empfing uns mit Regen, der die ganze Nacht anhalten sollte. Und der auch in der Nacht zuvor schon der Region gewaltige Wassermassen beschert hatte. Uns verwöhnt das Wetter seither mit angenehmen Nachttemperaturen. Alle Gartenpflanzen sehen sichtlich erholt aus. Am Tag knallt allerdings die Sonne schon wieder gewaltig herunter. Und in den nächsten Tagen soll auch die 30-Grad-Grenze wieder überschritten werden. Und vorerst keine Wolke mehr in Sicht. Dafür aber deutlich weniger Urlauber. Ende August geht die Urlaubssaison zum grossen Leidwesen der Vermieter dem Ende entgegen. Die Hochsaison mit zahlreichen Urlaubern und gut gebuchten Hotels und Ferienzimmern währt hier an der südlichen Schwarzmeerküste leider gerade mal fünf bis sechs Wochen, von Mitte Juli bis Ende August. Vorher und nachher kommen nur recht wenige Urlauber. Also nicht viel Zeit zum Geld verdienen.
Jetzt ist auch die Zeit da sich die Störche auf den langen Weg nach Süden machen. Vor wenigen Tagen hatten unsere drei Jungstörche nur mal kurz das Nest verlassen um das Fliegen zu üben. Seit gestern allerdings sind sie ganz verschwunden. Sicher bleiben sie noch einige Tage in der Region, schlagen sich die Bäuche voll, doch der endgültige Abflug steht bevor.
Verlassen haben uns auch unsere zwei Frösche. Mit dem vielen Regenwasser, das auch ihren kleinen Tümpel überflutet hat, sind sie auf und davon. Und haben uns ihre Brut hinterlassen. Kaulquappen in allen Grössen und Entwicklungsstadien. Mal sehen wann die so weit sind nicht den Abflug, aber zumindest den Absprung hinaus ins wahre Leben zu wagen.

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