Freitag, 30. Mai 2014

Vatertag am Eisenbaum oder - kein Morgenkaffee am Meer

Wir waren auf der Flucht - auf der Flucht vor einer Nacht mit ohrenbetäubend lauter Musik aus dem benachbarten Hotel. Dort feierte eine Roma-Familie aus dem Dorf das bestandene Abitur ihrer Tochter. Und das hätte uns eine schlaflose Nacht beschert. Denn wenn gefeiert wird, dann richtig und vor allem laut.
Also beschlossen wir, unsere neueste Errungenschaft flott zu machen und zwei Tage einschließlich der Nächte am Meer zu verbringen. Grillwurst gekauft, Wohnmobil gepackt und auf ans nahe Meer. Einen schönen Stellplatz kennen wir von Badeaufenthalten und zahllosen Spaziergängen mit den Hunden. Der Platz an der Steilküste am Eisenbaum. Der ist vor vielen Jahren mal gebaut worden für einen Spielfilm und prägt seither diesen Platz. Da die Saison noch nicht begonnen hat konnten wir sicher sein dort wahrhaftig ruhige Tage und Nächte zu verbringen. Und da zufällig auch noch Christi Himmelfahrt war, auch bekannt als Männer- oder Vatertag, luden wir gleich noch unseren Freund Wolfgang aus Sozopol zum Grillen ein. Wolfgang fuhr noch am Abend zurück und nun wurde es wirklich ruhig und einsam. Aber nicht für lange. Am Horizont zogen finstere Wolken auf und die bescherten uns die ganze Nacht über starke Gewitter und heftigen Regen. Da war an Ruhe und Schlafen nur wenig zu denken. Um sechs Uhr morgens entschlossen wir uns dann im strömenden Regen, schnellstens den Rückweg anzutreten. Bevor die Wege so aufgeweicht sind, dass kein Fahrzeug mehr durchkommt. Also nichts von wegen Morgenkaffee am Meeresufer bei Sonnenaufgang. Jetzt warten wir auf besseres Wetter für einen neuen Ausflug, denn auch in den kommenden Tagen soll es zwar warm, aber wechselhaft sein.

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