Freitag, 17. November 2017

Verschwunden in den Tiefen des World Wide Web - alle Fotos aus meinem Blog

Die Mail einer guten Freundin löste einen gelinden Schock aus: Neli hat vor einigen Tagen geschrieben, dass die Bilder aus meinem Blog verschwunden sind. Alsogleich mal nachsehen. Tatsächlich, alle weg. Nur wohin? Keine Ahnung. Sie sind jedenfalls weg.
Auf und davon
Und ich hatte natürlich keine Sicherungskopie. Wozu auch, sowas passiert doch nur anderen. Jetzt ist es jedenfalls passiert und ich sitze Abend für Abend am PC und suche aus dem Archiv die Fotos, die im Blog veröffentlicht waren. Mühselige Arbeit, aus dem grossen Archiv, das noch dazu wegen Laptopklau und ziemlich abgestürzter externer Festplatte nicht mehr chronologisch geordnet ist. Also Beschäftigungsprogramm für die finsteren Abende. Aber es ist auch interessant. An die Fotos aus jüngerer Zeit kann man sich ja noch erinnern. Aber die länger zurückliegenden Posts und Fotos sind teilweise ganz neu. Sieh mal an, denke ich so manches mal, das hast du also mal geschrieben. Vielleicht machen wir ja doch noch ein Buch draus, wie es Freunde mal vorgeschlagen haben. Natürlich nur ein ganz kleines, nur so für uns und unsere Nachkommen - falls die das jemals interessiert. Aber vielleicht geht es denen wie mir jetzt und sie denken: Schau mal an, so war das also damals.

Dienstag, 26. September 2017

Gruss an Herrn Anonymus

Hallo Anomymus Christian, leider stimmt mit der hinterlassenen email-Adresse etwas nicht. Vielleicht liegt es auch am Postboten, aber die Adresse wird nicht gefunden. Also bitte noch mal in einem Kommentar die richtige Adresse schicken, danke.

Der Herbst klopft an

Es ist wieder Feigenzeit



Ziemlich laut sogar, mit Gewitter. Und die machen es finster. Gleich mehrere Stromausfälle über den Tag verteilt. Dabei haben wir Arbeit.

 Denn die Trauben sind reif und wollen geerntet werden. Gestern die erste Hälfte. Und gleich zu Saft verarbeitet. Mit dem Traubengelee mussten wir bis heute morgen warten, denn siehe oben: Stromausfall. Auch die Feigen müssen jetzt endgültig vom Baum. Denn Regen vertragen sie nur schlecht. Heute mal Feigensenf ausprobiert. Ist noch verbesserungsfähig, schmeckt aber gar nicht schlecht. Die Tomatenpflanzen haben wir auch entsorgt. Wie heisst es doch so schön? Alles muss raus.

Sie hängen nicht ganz bis ins Maul
Wie auch im Dorf, da ist es ziemlich still geworden. Zuerst sind die Störche abgereist. Das war schon Ende August. Drei Jungstörche hatten wir in diesem Jahr. Anfang September verabschiedeten sich dann die ersten Schwalben. Wenn ich richtig beobachtet habe gingen die Rauchschwalben zuerst auf Reisen. Nach ihnen die Bienenfresser. Die Mehlschwalben blieben noch ein Weilchen und ruhten sich in ganze Schwärmen auf Strom- und sonstigen Kabeln aus. Dumm nur, dass unsere Autos genau unter diesen Kabeln geparkt sind. Aber jetzt hat ja der Regen alles wieder sauber gewaschen.

Jetzt haben wir auch nur noch wenige Schwalben gesichtet, auf der Pferdekoppel. Dort haben wir bis vor wenigen Tagen auch noch einen Wiedehopf gesehen. Aber der scheint nun auch abgereist. Wie auch die Urlauber, die den ganzen Sommer über das Dorf belebten. Jetzt sind sie alle weg. Dafür sorgen jetzt wieder die Sägen für eine anhaltende Geräuschkulisse. Vor den Häusern liegen halbe Wälder und warten aufs Zerkleinern. Schließlich wird es nun auch kühler, da muss man aufs Heizen vorbereitet sein.
Herbstboten - die Sternbergien blühen
Auf die kalte Jahreszeit bereiten sich auch die hier überwinternden Tiere vor. Riesenspinnen machen sich breit und unterm Dach rappelte schon wieder eine Ratte lang. Die ging zu Glück sofort in die Falle. Und wurde einige Kilometer entfernt ausgesetzt. Allerdings lärmte es zwei Nächte später schon wieder gewaltig über unseren Köpfen. Das Tier hatte es sehr eilig und hetzte auf dem Holz eilig von Seite zu Seite. Nun sind wir am überlegen: Hat sich die Ratte doch zurückgefunden und nun schnell ihre Sachen zusammengesucht um freiwillig und endgültig auszuziehen? Denn in der folgenden Nacht war es wieder still.

Freitag, 15. September 2017

Erster Schultag ohne Zuckertüte?

Auf keinen Fall, sagten wir uns. Und machten uns in Burgas auf die Suche. Leider vergeblich. Zuckertüten für den ersten Schultag sind scheinbar wirklich nur in Deutschland üblich. Hier fanden wir jedenfalls keine. Aber Denkas Enkeltochter wollten wir keinesfalls ohne diese deutsche Tradition ins Schulleben starten lassen. Also selber basteln.


Aber dann fanden wir diesen spitzen Partyhut. Und drehten ihn kurzerhand um, beklebten ihn mit ein paar Zuckertütenbildern und füllten ihn mit diversen Süssigkeiten und anderen Kleinigkeiten. Schulanfang für die Grundschüler ist hier in Bulgarien übrigens der 15. September. Glück gehabt, denn heute ist Freitag. Also nach dem ersten Schultag erst mal zwei Tage frei. So kann es weitergehen. Aber nicht für Ivaila. Sie freut sich schon seit langem auf die Schule. Auch über die Zuckertüte hat sie sich gefreut. Wer ist schon nicht begeistert wenn es Geschenke gibt. Doch die hat sie kurzerhand ausgeleert und die Zuckertüte zurückverwandelt - in einen spitzen Partyhut. Ach ja, es gab noch eine zweite Zuckertüte für die jüngere Enkeltochter Raja. Sie besucht ab Montag die Vorschule.

Donnerstag, 20. Juli 2017

Freiheit für die Pferde - und die Fische

Naja, fast. Seit zwei Wochen sind sie nun wieder auf ihrer Pferdekoppel, müssen nicht mehr am Fuss angebunden im Kreis laufen beim Frressen. Sie dürfen sich frei bbewegen - bis zum Zaun. Aber die Fläche ist gross genug zum Weiden und auch mal für einen richtigen Galopp. Gleich am ersten Tag haben sie das ausprobiert - hier ein kleines Video. Ich hoffe, die Technik funktioniert und man kann es auch ansehen. Ist ja mein erster Versuch hier im Blog.
Doch nicht nur die Pferde haben eine relative Freiheit seit reichlich zwei Wochen, auch die Urlaubssaison ist seit Anfang Juli voll im Gange. Die Strassen zugeparkt, die Gaststätten gut gefüllt und ein Geräusch von der durchs Dorf führenden Strasse als wäre es die Autobahn. Musik und Lärm aus den Gaststätten bis weit in die Nacht. Wir fahren erst mal für ein paar Tage weg. Irgendwo im Gebirge wird es wohl ruhiger sein.
Eine Ausstellungeröffnung in der benachbarten Galerie gab es auch: Fische wurden ausgestellt und fanden reissenden Absatz. Bunte Fische mit Fantasienamen, gefertigt aus Holzstücken wie sie am Strand angeschwemmt werden. Die Preise für die kleinen Exponate fanden wir unverschämt hoch:
Meeresungeheuer
Bis wir darüber aufgeklärt wurden, dass die Summen zwischen 300 und 700 nicht für Lewa standen, sondern für Gramm. Und je 100 Gramm war eine Summe festgelegt. Wieder mal die bulgarische Erklärung nicht verstanden. Aber die Fischlein waren originell und eine Ausstellung wert.