Donnerstag, 12. März 2015

Straßentanz

Heute morgen konnten wir vom Bett aus beobachten, wie draußen die Welt verschwand. Erst wurde der Nachbarort Ahtopol von einer über das Meer heranziehenden Nebelwand verschluckt, dann war das Meer selbst verschwunden. Nur wenig später wurde der Dorfrand von Varvara verschluckt und schließlich das ganze Dorf. Aber unser Garten blieb erhalten und die nahegelegene Kirche auch. 
Das ist doch mal ein Trost. Und ein guter Grund, noch ein bisschen im Bett zu bleiben.
War auch mal nicht schlecht nach der Feierei der letzten Tage: Drei Geburtstage seit vergangenem Samstag und der Frauentag. Alles immer auch ein Anlass für die feiernden Frauen gemeinsam zu tanzen. Die traditionelle Hora zu traditioneller bulgarischer Musik ist dabei am beliebtesten. Und da es in Maras kleinem Kaffee beim Geburtstag feiern für die Hora zu klein ist, wurde der Festrau um die Strasse erweitert. Mit Autos ist außerhalb der Urlaubszeit nicht wirklich oft zu rechnen. Und wenn doch eins kommt - hier wird noch Rücksicht genommen.
Aber jetzt ist erst mal Schluss mit lustig, wir warten wieder auf Sonnenschein. Darauf wartet das ganze Land nach erneuten heftigen Schnee- und Regenfällen.

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