Auch Pfingstochsen wurden hierzulande noch nicht gesichtet: Weder die buntgeschmückten echten Ochsen beim ersten Weidetrieb noch die Langschläfer-Pfingstochsen, die aber wohl nur in Bayern vorkommen.
Ausgewandert nach Bulgarien - in ein Land mit wunderbarer Natur, tollen Menschen, faszinierender Geschichte, beeindruckenden Geschichtszeugnissen, alten Traditionen. Wir wollen ein wenig davon und unseren Erlebnissen hier zeigen. Und Lust machen auf das Land.
Freitag, 13. Mai 2016
Von Pfingstrosen, ausbleibenden Geschenken und Pfingstochsen
Auch Pfingstochsen wurden hierzulande noch nicht gesichtet: Weder die buntgeschmückten echten Ochsen beim ersten Weidetrieb noch die Langschläfer-Pfingstochsen, die aber wohl nur in Bayern vorkommen.
Samstag, 7. Mai 2016
Eine Woche feiern
Kaum ist das orthodoxe Osterfest vorbei, da steht schon der 6. Mai, der Georgstag vor der Tür. St. Georg, in Bulgarien Schutzheiliger der Krieger, der Armee, der Verteidiger oder wie immer sie sich nennen wollen, und gleichzeitig auch Schutzheiliger der Roma.
| Die Kinder gestalten ein kleines Programm |
DAS große Familienfest der Roma, das nicht jede (Groß)Familie für sich feiert, sondern das in der Dorfgemeinschaft gefeiert wird. In diesem Jahr waren für die Vorbereitung des Festes unsere Freunde Denka und Ilija, gemeinsam mit einer zweiten Familie, für die Organisation zuständig.
| Musik muss sein - und laut |
Also rechtzeitig mit einer Vorauszahlung die Musikgruppe binden. Wir hatten die Idee, für Denkas Fest eine Tombola vorzubereiten. Begeisterte Zustimmung bei den Organisatoren. Und dank unserer deutschen Freunde in Sozopol und in Burgas kamen auch viele Tombolapreise zusammen.
Das Fest selbst war ein voller Erfolg.
| Aber die beste Musik kommt von Dorfbewohnern |
| Und nun ein Tanzchen für Denka und Ilija |
Samstag, 30. April 2016
Ostern zum Zweiten
Soeben haben die Kirchenglocken geläutet, heute wird die Osternacht gefeiert. Das orthodoxe Osterfest ist an diesem Wochenende. Eigentlich beginnt der Gottesdienst in der Osternacht ja erst kurz vor Mitternacht, denn erst dann kann der Spruch erklingen: Christus ist auferstanden.
Aber in unserer Kirche wird die Messe etwas früher gefeiert, weil der Pope die Mitternachtsmesse in seiner eigentlichen Kirche in Ahtopol feiert. Also werden die Kirchenbesucher in Varvara schon etwas früher drei Mal die Kirche umrunden um sich danach gegenseitig bestätigen zu können, dass Christus wahrhaftig auferstanden ist. Auch wenn wir keine gläubigen Menschen sind, diese Zeremonie, an der viele Einwohner von Varvara und ihre extra zum Osterfest angereisten Familienangehörigen teilhaben, ist immer wieder anrührend. Natürlich umrunden wir die Kirche mit der brennenden Kerze in der Hand und natürlich bestätigen auch wir unseren Freunden, dass Christus auferstanden ist.
Wir haben heute schon mal für Denkas Enkeltöchter kleine Geschenke verteilt, die gleich ausprobiert wurden. Und wir haben auch das ziemlich grosse Lamm bewundert, das zum Osterfest geschlachtet und morgen vom frühen Morgen an im Lehmofen gebacken wird. Und wir essen dieses Lamm ganz ohne schlechtes Gewissen - denn ganz sicher hatte es ein kurzes, aber gutes Leben: jeden Tag Spaziergänge in der friedlichen Natur und ausreichend Grünfutter. Und wer noch glauben sollte, dass das Fleisch im Supermarkt in der Kühltheke wächst, der muss ja das letzte Foto nicht anschauen.
Jetzt jedenfalls noch schnell die Fotos eingefügt und dann ab in die Kirche. Auf dem Heimweg wird uns die Nachtigall im Nachbargarten mit ihrem schönen Gesang begleiten.
| Ostergeschenke |
Aber in unserer Kirche wird die Messe etwas früher gefeiert, weil der Pope die Mitternachtsmesse in seiner eigentlichen Kirche in Ahtopol feiert. Also werden die Kirchenbesucher in Varvara schon etwas früher drei Mal die Kirche umrunden um sich danach gegenseitig bestätigen zu können, dass Christus wahrhaftig auferstanden ist. Auch wenn wir keine gläubigen Menschen sind, diese Zeremonie, an der viele Einwohner von Varvara und ihre extra zum Osterfest angereisten Familienangehörigen teilhaben, ist immer wieder anrührend. Natürlich umrunden wir die Kirche mit der brennenden Kerze in der Hand und natürlich bestätigen auch wir unseren Freunden, dass Christus auferstanden ist.
| Vorbereiten des Osterlamms |
Jetzt jedenfalls noch schnell die Fotos eingefügt und dann ab in die Kirche. Auf dem Heimweg wird uns die Nachtigall im Nachbargarten mit ihrem schönen Gesang begleiten.
Samstag, 16. April 2016
Ostereier unter Rosen
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| Blauregen und Clematis |
Seit etwa drei Wochen hat auch ein Storchenpärchen sein Nest im Dorf bezogen und ist mit Nestbau, Paarung und Eierlegen gut beschäftigt.Wir haben seit einigen Tagen samt unseren Katzen die Terrasse wieder bezogen und das Mittagessen gibt es auch wieder draussen.
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| Die erste Rose |
Sonntag, 10. April 2016
Eine Koppel für die Pferde
Das war schon lange geplant, aber schwer zu realisieren: eine Pferdekoppel. So etwas ist hier kaum üblich. In aller Regel werden die Pferde mit dem Bein an einem langen Strick angebunden und könne so grasen. Laufen allerdings nur im kleinen Kreis. Doch mittlerweile etablieren sich im Land immer mehr Reiterhöfe, und dort werden die Pferde in Koppeln gehalten.
Und auch für die Kühe setzen sich eingezäunte Areale mehr und mehr durch. Die meisten Rinder werden hier allerdings nach wie vor genau wie die Schaf- und Ziegenherden über Brachflächen getrieben. Aber wir wollten für unsere Pferde endlich eine Koppel. Also aufwändige Suche nach geeigneten Flächen. Noch vor zwei, drei Jahren nicht möglich: Wir wollen unsere Flächen als Bauland verkaufen, das nimmt keiner wenn da Pferde drauf weiden. Inzwischen hat sich allerdings gezeigt, dass so viel Bauland selbst hier an der Küste nicht gebraucht wird. Und nicht jede Fläche kann Bauland werden. Und dank Fördermitteln aus der EU haben nun einige Landwirte grosse Teile der Brachflächen gepachtet und beziehen dafür Landschaftspflegemittel. Ein gutes Geschäft, wie es scheint. Für die Eigentümer, weil sie so für ihre Flächen Geld und wenn gewünscht vom Pächter auch Naturalien (Tierfutter) bekommen. Und für den Pächter bleibt von den Fördergeldern nach Abzug der nötigen Arbeitsleistungen (die werden kontrolliert) auch noch genug übrig.
So viel der Vorrede. Wir konnten uns jedenfalls mit einem der Pächter einigen eine ausreichend grosse Fläche einzuzäunen und dort für die Pflegemassnahmen zu sorgen: Das Gras kurzhalten (das erledigen die Pferde) und Wildwuchs durch Bäumchen und vor allem Sträucher zu verhindern. Jetzt jedenfalls sind erstmal die Zaunpfähle gesetzt und die Fläche mit einem ersten Draht eingezäunt, um die bisher dort grasenden Kühe und Schafe fernzuhalten. Der Schafhirte leitet seine Tiere jetzt um den Zaun herum, die Besitzerin der stattlichen Kuhherde hingegen gewährt ihren Tieren freien Auslauf ohne Kontrolle. Und da rennen sie schon mal durch den Draht hindurch. Alte Gewohnheiten mit vermeintlichem Wegerecht sind nur schwer abzugewöhnen, und das betrifft Tiere genauso wie Tierhalter. Also in den nächsten Tagen den Elektrozaun installieren, das merken die Tiere dann vielleicht. Erfreulicherweise hat es heute nun auch noch geregnet, so dass das Gras nachwachsen kann. Wir sind jedenfalls gespannt, wie unsere Pferde auf die angebotene Bewegungsfreiheit reagieren. Die Lage der Koppel ist jedenfalls schön - gleich neben einem Waldstück und mit freiem Blick zu Meer. Den Hunden jedenfalls gefällt es schon mal.
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| Zaunbau auf der Koppel mit Meerblick |
Und auch für die Kühe setzen sich eingezäunte Areale mehr und mehr durch. Die meisten Rinder werden hier allerdings nach wie vor genau wie die Schaf- und Ziegenherden über Brachflächen getrieben. Aber wir wollten für unsere Pferde endlich eine Koppel. Also aufwändige Suche nach geeigneten Flächen. Noch vor zwei, drei Jahren nicht möglich: Wir wollen unsere Flächen als Bauland verkaufen, das nimmt keiner wenn da Pferde drauf weiden. Inzwischen hat sich allerdings gezeigt, dass so viel Bauland selbst hier an der Küste nicht gebraucht wird. Und nicht jede Fläche kann Bauland werden. Und dank Fördermitteln aus der EU haben nun einige Landwirte grosse Teile der Brachflächen gepachtet und beziehen dafür Landschaftspflegemittel. Ein gutes Geschäft, wie es scheint. Für die Eigentümer, weil sie so für ihre Flächen Geld und wenn gewünscht vom Pächter auch Naturalien (Tierfutter) bekommen. Und für den Pächter bleibt von den Fördergeldern nach Abzug der nötigen Arbeitsleistungen (die werden kontrolliert) auch noch genug übrig.
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| Auf der Koppel und nicht angebunden |
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