Montag, 5. Juni 2017

Pfingsten und Totengedenken

Pfingsten sind die Geschenke bekanntermassen am geringsten - Grund genug, sich selbst zu beschenken. Zum Beispiel mit Pfingstrosen, die in diesem Jahr in unserem Garten so üppig blühen wie noch nie. Und damit den Rosen so richtig Konkurrenz machen. Das nicht sehr warme und dafür feuchte Frühjahr treibt die Natur überhaupt zu Höchstleistungen. Unsere Pferdekoppel, Anfang April für die Pferde nicht geeignet weil nach Weidezaundiebstahl fremd beweidet und bis auf den Grund abgefressen, kann immer noch nicht von den Pferden bezogen werden. Das Gras steht nach unserer Rückkehr aus Deutschland mittlerweile hüfthoch.
Unsere Idee, mal schnell mähen und Heu machen zu lassen, ist vorerst nicht von Erfolg gekrönt. Die Koppel ist im Landschaftsschutzgebiet. Und dort darf aus Naturschutzgründen nicht vor dem 10. Juni gemäht werden. Und da es Fördermittel gibt für Landschaftspflege, wird die Einhaltung der Auflagen auch kontrolliert. Also erst mal kein Heu. Aber in ein paar Tagen geht es dennoch auf die Koppel. Dort oben gibt es einige Bereiche, die machen dem Namen Trockenrasen alle Ehre. Selbst in einem feuchten Frühjahr.
Doch zurück zu Pfingsten. Das Fest hat hier keine große Bedeutung. Bis auf einen besonderen Tag. Am Pfingstsonnabend wird hier der Toten gedacht. Der Name dieses Gedenktages hat etwas mit Süsskirschen zu tun. Eine genauere Erklärung dafür habe ich aber noch nicht gefunden.
So, jetzt kann ich den Post endlich zu Ende schreiben. Gestern Abend hat sich die Tastatur des Laptops einfach geweigert, hier im Blog auch nur einen einzigen Buchstaben zu schreiben oder irgendeinen anderen Befehl auszuführen. Da wollen wir doch mal ganz schnell noch ein paar Blumenbilder einfügen. Schließlich will ich ja die Pfingst- und sonstigen Rosen nicht nur beschreiben, sondern auch zeigen. Also schönes restliches Pfingsten noch und auch sonst eine schöne Zeit. Hier hat die Zeit der Urlauber angefangen, es wird laut im Dorf.




Sonntag, 21. Mai 2017

Bilder einer Ausstellung

Maler-Pleinair in Varvara. Eine Woche lang traf sich eine kleine Gruppe Malerinnen und Maler aus ganz Bulgarien zu einem Pleinair im kleinen und noch ruhigen Varvara.


Eingeladen hatte unsere Freundin Christina, die sich damit eine lange gehegten Traum erfüllte: Varvara soll wieder ein Dorf der Künstler werden. Zentrum des Maler-Treffens war Chrissis Kretschma gleich gegenüber unserem Haus.
Eine Woche lang wurde hier gemalt, diskutiert, gegessen und getrunken. Arbeitsorte für die Künstler waren aber auch zahlreiche andere Plätze im Dorf und natürlich am Meer. Entstanden sind sehr unterschiedliche Arbeiten, alle faszinierend auf eine jeweils ganz eigene Weise. Eine Arbeit auf Papier von Vesko Velev haben wir uns auch geleistet. und ein ganz anderes von Jovo haben wir geschenkt bekommen. Danke für beide und für schöne gemeinsame Stunden.
Doch jetzt ist erst mal der Koffer gepackt für die Reise nach Deutschland.

Sonntag, 14. Mai 2017

Der Sommer scheint anzukommen und mit ihm die ersten Gäste

Die Zeichen stehen auf Sommer. Seit einigen Tagen sommerliche Temperaturen.  Die Hotels und Gaststätten liegen mit Renovierungsarbeiten in den letzten Zügen. Im Dorf kommen erste Urlauber an. Auch wir hatten Besuch aus Deutschland. Sechs Kurzurlauber, die gekommen waren um hier den Georgstag zu erleben und einige Tage beim Wandern und Bummeln zu entspannen. Nun, der Georgstag ist schon wieder eine Woche her.


Leider war er nicht ganz so ausgelassen wie in den vergangenen Jahren, es regnete mit kurzen sonnigen Unterbrechungen. Aber gefeiert wurde trotzdem. Die Familien hatten wie üblich ein Lamm gebraten und Rakia und Wein mitgebracht. Die Musik war wie üblich live und laut. An Unterhaltung sollte man an einem solchen Tag nicht denken, nur an essen, trinken und tanzen. Und das wurde auch reichlich gemacht.
Wetterpech hatten die Besucher aus Deutschland dann auch noch an den folgenden Tagen: Immer mal wieder etwas Regen, vor allem aber war es kalt. So hatte man sich den Aufenthalt im sonnigen Süden wohl nicht ganz vorgestellt, hatten sie doch zu Hause schon genug gefroren. Aber jetzt, da sie weg sind aus Varvara, ist hier der Sommer angekommen.
Der Garten ein einziges Blütenmeer, auch die ersten Rosen blühen schon. Das Gras auf den Weideflächen wächst dank der wiederholten Regenschauer wie verrückt. Die Pferde haben sich nach dem kargen Winter schon wieder dicke Bäuche angefuttert.
Gestern ist in Dimos Hotel eine Studentengruppe angekommen, die hier ein Praktikum absolvieren.

Wahrscheinlich wie jedes Jahr sind es wieder Filmemacher und Fotografen, die das Dorf und das Umland durchstreifen. Und in der benachbarten Kneipe bei Chrissi sind derzeit Maler zu Gast, die sich zu einem Pleinair hier treffen. Morgen wollen wir mal rübergehen und uns bekannt machen. Und sehen was sie so malen bei ihrem Aufenthalt im Dorf und am Meer. Vielleicht ja ein paar Blumen in unserem Garten. Aber besser ist wohl ich fotografiere sie.
Demnächst dann vielleicht mal ein paar malerische Impressionen. Auf jeden Fall eine gute Idee, Varvara wieder zu einem Zentrum für Kunst zu machen.



Montag, 24. April 2017

Danke an Anonymus für den Tipp mit der Tastatur

Hallo Anonymus, eine direkte Antwort auf deinen Kommentar zum Frohe-Ostern-Post ist leider nicht möglich, da keine email-Adresse bekannt. Deshalb also hier ein Dankeschön für den Link. Ich habe ihn gleich ausprobiert. Funktioniert gut, aber leider wohl nur im Browser. Doch für diese Zwecke sehr praktisch. Ich habe bisher, wenn ich mal was bulgarisch schreiben wollte, eine Tastatur mit lateinischem und kyrillischem Layout verwendet. Aber da ist das a eben nicht das a sondern das deutsche d. Und das b ist das l, und das könnte man so fortführen. Also wer die deutsche Tastatur kennt sucht dann ewig nach dem richtigen kyrillischen Buchstaben. Geht auch, aber eben sehr langsam. Also danke noch mal. Ich freue mich immer über Kommentare, da weiss man doch gleich dass man gelesen wird.

Mittwoch, 19. April 2017

Der Tag als der Regen kam...

Na sdrawe - zum Wohl
...war zum Glück nicht der Ostersonntag. Denn der war sonnig und angenehm. Wir hatten, wie schon oft zu Ostern, die Picknicktasche und den Lammbraten und sonstige Speisen und Getränke in den Jeep gepackt und waren zum Paraklis gefahren. Allerdings nur zwei von uns. Die anderen mussten wegen Platzmangels laufen. Heisst ja aber auch Osterspaziergang und ging bei angenehmem Wetter durch den  Wald. 
Osterbrot
Musikanten

Anemonenwiese
Im Zauberwald

Gemeinsam mit Freunden deckten wir dann am Paraklis den Tisch fürs Ostermahl und hatten einen schönen Nachmittag mit schönem Essen, guten Getränken und dank Ilija und seinem Freund Gero auch schöne Musik. Kleine Spaziergänge zu Wiesenflächen mit bunt blühenden Anemonen machten den Tag perfekt. Und der Regen, der kam erst am Ostermontag. Und regnete und regnete und regnete bis zum Dienstag mehr als 40 Liter auf den Quadratmeter. Und das war auch dringend notwendig, denn der Boden war schon wieder total ausgetrocknet